Home Bücher Autoren S-U Die Sonntagswahrheit
Die Sonntagswahrheit

Die Sonntagswahrheit

Meistererzählungen aus der Provence von Henri Bosco, Alphonse Daudet, Jean Giono, Marcel Pagnol, Emile Zola und anderen

Erzählungen. Ausgewählt und übersetzt von Heinz Zehnder

Frauenfeld 2008

Schöne Literatur (SL)

Büttenpappband, 256 Seiten

ISBN 978-3-03740-377-8

Preis CHF 38.00

Preis EUR 36.00

 

Dieser Erzählband versammelt Geschichten von den großen Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts der südfranzösischen Provence – fesselnde, farbige Geschichten zum Lesen, Vorlesen und Erzählen.

Die Reise geht von der Côte d‘Azur bis zu den Gipfeln der französischen Alpen. Durch Sandstrand und Gegenden karg und steinig oder üppig und lichtdurchflutet. Über von Wind und Sonne ausgelaugte Hochplateaus, durch schroffe Täler, über fruchtbare, wassergetränkte Ebenen, durch zähen, tief im Boden verwurzelten Buschwald, durch schattenreiche Zypressenreihen und Pinienhaine. Dies unter einem stahlblauen, manchmal unbarmherzigen Himmel, in flimmerndem, silbrigen Licht. Aus den Wiesen steigt der Duft von Thymian, Majoran, Rosmarin, Lavendel … Dann plötzlich überfallartig die eisigen Böen des Mistrals, der durch die Täler fegt und an den Fensterläden rüttelt.

Doch die Reise geht noch weiter, tiefer, bis in die Herzen der Bewohner der mediterranen Landstriche Frankreichs: verschwiegene, zurückhaltende, dem Mythos zugeneigte Menschen, häufig unkonventionelle Stadt- und Dorforiginale, deren Eigenbrödelei und Eigenwilligkeit bei ihren nördlicheren Landsleuten Anstoß erregen. Die heimischen Dichter lassen uns einen Blick hinter verschlossene Fassaden tun, schildern Heiteres und Tragisches, Hohes und Abgründiges, Christliches und Heidnisches und dies in enormer Farbigkeit, Plastizität und Heiterkeit von zeitloser Relevanz. Eine erfreuliche Lektüre, nicht nur für Provence-Reisende!

Pressestimmen

«In der von Heinz Zehnder, der in Bern und im Languedoc lebt, zusammengestellten und übersetzten sehr schönen Anthologie sind zwei Erzählungen Gionos enthalten, als Auftakt und Schlusscoda. Daneben gibt es in diesem Band wahre Entdeckungen zu machen. Etwa Henri Bosco mit der großartigen Geschichte ‹Sylvius›, aber auch Paul Arène, Joseph Roumanille oder Yvan Audouard, die von einer Provence lange vor Ansturm des Massentourismus erzählen. Und wer kennt hierzulande noch Marcel Pagnol, diesen so liebenswürdigen Autor? Zudem ist, wie vom kleinen Schweizer Waldgut Verlag gewohnt, aber in der Buchbranche nur noch selten zu finden, dieses Buch ansprechend gestaltet, ist das gelbliche Papier augenschonend, die Schrift angenehm und das Ganze sorgsam Korrektur gelesen.» Rheinischer Merkur

«Nicht erst seit Marcel Pagnols Kindheitserinnerungen in der provence hat die südfranzösische Landschaft ihren festen Platz in vielen Bücherregalen. Der Schweizer Waldgut Verlag hat nun einige Geschichten aus diesem Landstrich in einem Band zusammengestellt, dem man die Liebe zur Literatur, ebenso wie den gemeinsamen inhaltlichen Nenner: Die Erzählungen beschäftigen sich mit dem Vergehen des Gewohnten, der Vergangenheit, oder sie thematisieren eine eigene Form der Beschaulichkeit und Langsamkeit.» Simone Roth, ekz-Informationsdienst

 

 
Zum Seitenanfang