Patmos

Irène Bourquin

Patmos

Texte aus der Ägäis

Frauenfeld 2001

Bodoni Drucke (BD)

Heft-Broschur. 48 Seiten

ISBN-10 3-7294-0311-7

ISBN 978-3-7294-0311-6

Preis CHF 30.00

Preis EUR 28.00

 

Irène Bourquins Prosa und Verse entstehen nicht aus einfacher Hingabe an eine andere Welt, sondern als reduzierende, gestaltende Arbeit am eigenen Tatort. Sie verwandelt den Wind in Sprache wie Ägäis, die Felsen, die Menschen – Einheimische und Touristen –; ihre Bilder haben starke Konturen und kreative Kerne.

Die Gedichte sind Wind-Einfänger und -Bewahrer, die Prosastücke nachhaltige Vergrößerungen aus dem Insel-Alltag.

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Pressestimmen

«In ihrem Buch ‹Patmos – Texte aus der Ägäis› fügt die Autorin zwischen ihrer Ankunft und Abreise Gedichte und knappe Notizen zu einer Ruheinsel. Sie sammelt Farben und Gerüche und Geriesel und Gesumm, sie hält Zwiesprache mit sich, mit Mönch, Bauer, Sänger, Tier. Alles in ruhig gleichmütiger Gebärde, die sich den Schönheiten nicht aufdrängt, die Abstand hält, respektvoll. Und immer wieder die Klöster – abseits gelegen in leerer Landschaft, die Mauern des Johannesklosters aus dem 13. Jahrhundert, uralter, steiniger Geruch, Mönche, Popen, Nonnen. Wie wenn der Wind ein Bild ums andere mit sich brächte und wieder forttrüge, fächern die Texte die Motive auf und zu.» Silvia Hess, Mittellandzeitung

«Den Zugang zur griechischen Inselwelt hat mir kein Grieche, sondern neu Irène Bourquin, eine Schweizerin, verschafft. (…) Im Erfassen dessen, was ‹Patmos› sei, durchmischt Irène Bourquin geschichtliches Bewusstsein mit dem modernen Leben der Inselbewohner, mit touristisch eben erst Erschlossenem. In ihrer Dichtung erbringt sie, was der Holländer Nooteboom fordert: Wesentliches in knapper Form zu sagen und das Gedicht praktisch ‹als Ding› entstehen zu lassen: ‹Glockenspiel / der Ziegen / Weidegang / im Morgengold / mit gebundnen Beinen.› Den lyrischen sind Kurz- und Kürzesttexte in Prosa beigeordnet. Sie zeigen Ansichten vom patmischen Alltag wie durch ein Vergrösserungsglas.» Fred Kurer, St. Galler Tagblatt

«Bezogen auf Gehalt, poetischen Reiz, Makellosigkeit des sprachlichen Ausdrucks bieten diese ‹Texte aus der Ägäis‹ ein erfreuliches, zu wiederholter Lektüre einladendes Leseerlebnis. (…) Irène Bourquins neue Sammlung setzt sich aus dem Eingangsstück ‹Patmos – Ein Mosaik›, 22 Gedichten und 14 Prosatexten zusammen. Dass Verse und Prosa sowohl inhaltlich als auch formal recht unterschiedlich sind, erzeugt reizvolle Kontraste und trägt zu Vielfalt und Buntheit der Sammlung nicht unwesentlich bei. (...) Spiegeln sich in den Prosatexten bisweilen die vielfältigen, verwirrenden Erscheinungen von Welt und Zeit, so weisen die Gedichte nicht selten auf die Übergänge zum Metaphysischen, zur unzerstörbaren Wirklichkeit. (...) Es finden sich Verse von aufrauschender Lebensintensität und andere, in denen ebenso intensiv wahrgenommene Bewegungslosigkeit sich auszudrücken scheint. (...) Der Dichterin gelingen kraftvolle, ausdrucksstarke Bilder ebenso wie solche von traumhaft zarter Lebensleichtigkeit.» Hanns Schaub, Der Landbote

 

 
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