Borromini

Andreas Bellasi

Borromini

Roman

Frauenfeld 1997

Erzählen (Erz)

Pappband geb. mit Schutzumschlag. 224 Seiten

ISBN-10 3-7294-0249-8

ISBN 978-3-7294-0249-2

Preis CHF 30.00

Preis EUR 28.00

 

Francesco Borromini war italienischer Baumeister, geboren 1599 in Bissone im heutigen Tessin, gestorben 1667 in Rom. Er war der große Gegenspieler des berühmten Gian Lorenzo Bernini.
Borromini begründete einen für die damalige Architektur schockierend neuen Baustil: Die Formen haben fast keine Ecken mehr, die Formen der rhythmisch gekurvten Grundrisse und Wände schwingen, die Räume sind nicht mehr unbewegliche Mauern, das Licht wird einbezogen, die Natur, die pflanzliche Geometrie. Der Barock ist geboren. Er wird später im deutschen Spätbarock einen seiner Höhepunkte feiern.

Aber es sind nicht diese Eigenschaften, die einen Roman über den seinerzeit heftig diskutierten Baumeister rechtfertigen. Es ist das zeitweise wilde Leben, die harte Jugend in Norditalien, die aufbrechende Zeit in der Ewigen Stadt nach der Renaissance, es sind die Auseinandersetzungen eines Menschen mit seiner Umwelt, seinen Mitmenschen, den Konkurrenten, die Abhängigkeit vom allmächtigen Auftraggeber, dem Papst. Es ist der Kampf mit dem Material, mit Verrätern, Halunken, mit dem eigenen Körper, gegen das Altwerden, gegen Krankheiten – und immer für die Kunst, «für meine Vision».

Andreas Bellasi hat aus dem Schicksal des Steinmetzlehrlings, der seinem Vater in Mailand half, Steine zu behauen und schon damals durch seine zeichnerische Begabung auffiel, und dem späteren heißdiskutierten Baumeister Roms einen mitreißenden Roman gemacht. Nicht nur kommt man dem Menschen Borromini sehr nahe, auch seine Kämpfe mit sich und seiner Umwelt und den Mitmenschen lassen nicht mehr los. Außerdem sehen wir tief in die Zeitgeschichte und das komplizierte, vielschichtige und verschlungene Leben Roms und seiner damaligen Gesellschaft.

 

 
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