(Foto Basil Schader)

Arif Demolli

* 1949 in Murrizaja (serbisch: Glogovica) im Osten von Kosova/Kosovo. Studierte albanische Sprache und Literatur in Prishtina. Im Kontext der studentischen Proteste von 1981, die sich gegen die Unterdrückung und Benachteiligung Kosovas durch die jugoslawische Regierung richteten, wurde Demolli verhaftet. Nach seiner Entlassung wurden ein vollständiges Arbeitsverbot und der Entzug der bürgerlichen Rechte über ihn verhängt, was bis zur Unabhängigkeitserklärung Kosovas in Kraft blieb. 1990 nahm Demolli seine Arbeit bei der Kulturzeitschrift «Fjala» (Das Wort) wieder auf; später wechselte er zur Kinderzeitschrift «Pionieri» (Der Pionier); beiden stand er zeitweise als Chefradaktor vor. Heute leitet er den Bereich Lehrmittel im kosovarischen Bildungsministerium, wo er auch in einem Kooperationsprojekt mit der Pädagogischen Hochschule Zürich engagiert ist.

Arif Demolli zählt zu den bekanntesten Autoren von Kosova. Für «Die Lebenden und die Toten meiner Kindheit» erhielt er 1993 den Preis des kosovarischen Schriftstellerverbands, für «Warum hat die Giraffe so einen langen Hals» 2004 den kosovarischen Kinder- und Jugendbuchliteraturpreis.

Er verstarb am 6. März 2017.

Im Waldgut Verlag erschienen:

Es war ein Dorf in Kosova
Es war ein Dorf in Kosova (Waldgut Verlag, Frauenfeld 2011)

 

 

 
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